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Gottfried August Bürger Die Bitte (Gottfried August Bürger)O Schwester, merk' auf diese Kunde: Erscheint dir je ein junger Hirt, Der lieb sogleich dem Herzen wird Und immer lieber jede Stunde: Den lass' ich nicht, ich schwör' es dir, Du aber laß den Lieben mir! Rührt, ohn' ein Wörtchen laut zusagen, Sein stummer Blick schon jedes Herz, Und darf bei seinem holden Scherz Die Unschuld selbst zu lächeln wagen: Den lass' ich nicht, ich schwör' es dir, Du aber laß den Holden mir! Wofern aus eines Schäfers Hürde Dem armen Mann auf's erste Wort: »O hätt' ich doch das Lämmchen dort!« Das Lämmchen sammt der Mutter würde: Den lass' ich nie, ich schwör' es dir! O laß, o laß den Guten mir! Verfügbare Informationen: Erschienen im Buch "Gedichte" ISBN: Unbekannt Herausgeber: Philipp Reclam jun. Mehr Bürger Gedichte? Bitte klicken Sie Gottfried August Bürger. Gedichte aller Autoren finden Sie in unserem Index. |
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