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Gottfried Keller Aktäon (Gottfried Keller)Aktäon hat im dunklen Hain Das edle Wild gefällt, Da sah von einem milden Schein Die Waldflut er erhellt. Den Silbermond auf weißer Stirn, Sonst der Gewänder bar, Und um sie manche nackte Dirn, Die nicht zu tadeln war, So stand Diana weiß und zart O dreimal selige Birsch! Sie spritzt' ihm Wasser in den Bart, O unglückseliger Hirsch! Wohl sprang er über Stein und Dorn, Zitternd und verzagt, An seinen Fersen Götterzorn, Die wilde Jungfernjagd! Schon floß sein rauchend Blut so rot Dianen vor den Fuß; Das ist ein schlimmer Jägertod, Wer so verenden muß! Auch heut noch mancher Junker birscht Durch das Kartoffelkraut, Der aber, wird er auch verhirscht, Die Göttin nie geschaut! Verfügbare Informationen: Erschienen im Buch "Deutsche Balladen" ISBN: 3-15-008501-2 Herausgeber: Philipp Reclam jun. Mehr Keller Gedichte? Bitte klicken Sie Gottfried Keller. Gedichte aller Autoren finden Sie in unserem Index. |
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