![]() |
|||||||
|
|||||||
Christian Hofmann von Hofmannswaldau An Melinden (Christian Hofmann von Hofmannswaldau)ICh rede nur mit steinen. Dein stoltzes ohre hört mich nicht / Und deiner augen feurig licht Will mir nur ewig grausam scheinen. Kan denn mein nasses thränen-meer Nicht deines zornes glut abwaschen? So siehe / wie ich mich verzehr! Dein heisser augen-blitz verbrennet mich zu aschen. Was wilst du ferner haben? Begehrst du noch mein blut zu lohn? Denn meine seele hast du schon / So nimm es; dir will ichs vergraben. Wird hierdurch deine lust gestillt / So will ich mich noch sterbend freuen / Und also mach ichs wie du wilt; Doch wo du menschlich bist / so wird mein tod dich reuen. Verfügbare Informationen: Erschienen im Buch "Gedichte" ISBN: 3-15-008889-5 Herausgeber: Philipp Reclam jun. Mehr Hofmannswaldau Gedichte? Bitte klicken Sie Christian Hofmann von Hofmannswaldau. Gedichte aller Autoren finden Sie in unserem Index. |
| ||||||