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Richard Dehmel Der Strauß (Richard Dehmel)Nun nimm drei weiße Nelken du, mein Weib. Und du, Geliebte, nimm diese drei roten noch dazu. Und in die nickenden Nelken tu ich eine dunkelgelbe Rose. Seht: ist es nicht ein lockender Strauß, ganz Eins auf diesem schwarzen Tuch? Und sieht so farbenfriedsam aus. Und nur von doppeltem Geruch: die je drei Nelken und die Rose. Nein, laßt! entzweit den Stengelbund nicht! laßt! Sonst scheint so kalt und tot bloß Gelb zu Weiß, und glüht so heiß und brennt so wild bloß Gelb zu Rot; dann, ja, dann hass' ich wohl die Nelken! Was willst du so entsetzt? Nein, bleib, Geliebte, nimm, still seh ich zu: nimm jetzt die weißen Nelken Du! und die drei roten Du, mein Weib! und ich die dunkelgelbe Rose. Verfügbare Informationen: Erschienen im Buch "Gedichte" ISBN: 3-15-008596-9 Herausgeber: Philipp Reclam jun. Mehr Dehmel Gedichte? Bitte klicken Sie Richard Dehmel. Gedichte aller Autoren finden Sie in unserem Index. |
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