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Paul Fleming Er beklagt die Enderung und Furchtsamkeit itziger Deutschen (Paul Fleming)Itzt fällt man ins Konfect / in unsre vollen Schalen / wie man uns längst gedräut. Wo ist nun unser Muth? der außgestählte Sinn? das kriegerische Blut? Es fällt kein Unger nicht von unserm eiteln pralen. Kein Pusch / kein Schützen-Rock / kein buntes Fahnenmahlen schreckt den Krabaten ab. Das ansehn ist sehr gut / das ansehn meyn' ich nur / daß nichts zum schlagen thut. Wir feigsten Krieger wir / die Föbus kan bestrahlen. Was engsten wir uns doch und legen Rüstung an / die doch der weiche Leib nicht ümm sich leiden kan? Deß großen Vatern Helm ist viel zu weit dem Sohne. Der Degen schändet ihn. Wir Männer ohne Mann / Wir starcken auff den Schein / so ists ümm uns gethan / uns Nahmens-deutsche nur. Ich sags auch mir zum Hohne. Verfügbare Informationen: Erschienen im Buch "Deutsche Gedichte" ISBN: 3-15-002455-2 Herausgeber: Philipp Reclam jun. Mehr Fleming Gedichte? Bitte klicken Sie Paul Fleming. Gedichte aller Autoren finden Sie in unserem Index. |
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