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Otto Julius Bierbaum Oft in der stillen Nacht (Otto Julius Bierbaum)Oft in der stillen Nacht, wenn zag der Atem geht und sichelblank der Mond am schwarzen Himmel steht, wenn alles ruhig ist und kein Begehren schreit, führt meine Seele mich in Kindeslande weit. Dann seh' ich, wie ich schritt unfest mit Füßen klein, und seh' mein Kindesaug' und seh' die Hände mein und höre meinen Mund, wie lauter klar er sprach und senke meinen Kopf und denk' mein Leben nach: Bist du, bist du allweg gegangen also rein, wie du gegangen bist auf Kindes Füßen klein? Hast du, hast du allweg gesprochen also klar, wie einsten deines Munds lautleise Stimme war? Ich blicke, Sichel, auf zu deiner weißen Pracht; tief, tief bin ich betrübt oft in der stillen Nacht. Verfügbare Informationen: Erschienen im Buch "Vom goldnen Überfluss" ISBN: Unbekannt Herausgeber: R. Voigtländers Verlag Mehr Bierbaum Gedichte? Bitte klicken Sie Otto Julius Bierbaum. Gedichte aller Autoren finden Sie in unserem Index. |
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