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Nikolaus Lenau Wandrer und Wind (Nikolaus Lenau)Herbstwind, o sei willkommen! Fünf Tage lag das Meer So still, so bang beklommen, Kein Lüftchen zog daher. O Wind, nach deinem Rauschen Sehnt ich mich auf der See, Wie einst mein Jägerlauschen Im Wald nach Hirsch und Reh. Wie geht es meinen Wäldern Am frischen Neckarfluß? Den heimatlichen Feldern? Bringst du mir keinen Gruß? Entlaubt hab ich die Wälder Im raschen Wanderzug, Nahm durch die Stoppelfelder Den ungehemmten Flug. Weil alter Liebesbande Das Schifflein müd und matt, Jag ichs vom Mutterstrande Dahin, ein welkes Blatt! (1835) Verfügbare Informationen: Erschienen im Buch "Gedichte" ISBN: 3-458-33686-9 Herausgeber: Insel Verlag Mehr Lenau Gedichte? Bitte klicken Sie Nikolaus Lenau. Gedichte aller Autoren finden Sie in unserem Index. |
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