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Nikolaus Lenau Doppelheimweh (Nikolaus Lenau)Zwiefaches Heimweh hält das Herz befangen, Wenn wir am Rand des steilen Abgrunds stehn Und in die Grabesnacht hinuntersehn, Mit trüben Augen, todeshohlen Wangen. Das Erdenheimweh läßt uns trauern, bangen, Daß Lust und Leid der Erde muß vergehn; Das Himmelsheimweh fühlts herüberwehn Wie Morgenluft, daß wir uns fortverlangen. Vielleicht ist unser unerforschtes Ich Vor scharfen Augen nur ein dunkler Strich, In dem sich wunderbar zwei Welten schneiden. (1837) Verfügbare Informationen: Erschienen im Buch "Gedichte" ISBN: 3-458-33686-9 Herausgeber: Insel Verlag Mehr Lenau Gedichte? Bitte klicken Sie Nikolaus Lenau. Gedichte aller Autoren finden Sie in unserem Index. |
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