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Muhammad Schams ad Din Hafis Ich sag es laut und öffentlich... (Muhammad Schams ad Din Hafis)Ich sag es laut und öffentlich und freue mich dabei: Ich bin der Liebe Sklav', und drum von beiden Welten frei. Ich Vogel Edens, ach, wie tu ich meine Trennung kund, In diesen Garnort des Geschicks, wie ich gefallen sei? Ein Engel war ich, und mein Ort das höchste Paradies: Herabgebracht hat Adam mich in diese Wüstenei. Der Schatten Tubas, Quellenrand und Huris Lieblichkeit, Entschwunden sind sie meinem Sinn durch deine Zauberei. Die Sterne meines Schicksals hat kein Astrolog' erkannt: O Gott, zu welchem Lose gab mir Mutter Welt die Weih'? Seit ich geworden, ohrgeringt, der Liebesschenke Knecht, Bringt jeder Hauch mir neuen Schmerz, der mir gesegnet sei. Der Mann in meinem Auge trinkt des Herzens Blut mit Recht: Warum auch gab mein Herz ich hin der Liebe Schmeichelei? Nur einen Strich des Freundes Wuchs zeigt meiner Seele Blatt: Was soll ich tun? Nichts brachte mir als das der Lehrer bei. O trockn' Hafisens Antlitz ab mit Spitzen deines Haars: Wo nicht, so bricht der Tränenstrom des Lebens Bau entzwei. (Übersetzung: Friedrich Rückert) Verfügbare Informationen: Erschienen im Buch "Gedichte aus dem Diwan" ISBN: 3-15-009420-8 Herausgeber: Philipp Reclam jun. Mehr Hafis Gedichte? Bitte klicken Sie Muhammad Schams ad Din Hafis. Gedichte aller Autoren finden Sie in unserem Index. |
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