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Heinrich Lautensack Das verstörte Fest (Heinrich Lautensack)Alle Uhren wurden angehalten. Nie mehr werde Tag! hieß die Parole in dem Saal, der voller Spukgestalten schwamm im starken Duft der Nachtviole. Und die Zeit stand still in Uhrgehäusen. Und phantastisch ohne Augenlider! hingen Tausende von Fledermäusen Kopf nach unten als Girlanden nieder. Zaubrer, Teufel, Wichte und Lemuren! Goldner Sekt gefror im Silberkühler. Aus der Damen kupfernen Frisuren streckten Nachtinsekten Riesenfühler. Plötzlich sprangen Tor und Tür entsiegelt, und wie graute da den Nachtgespenstern! von den Porphyrsäulen abgespiegelt glomm ein rosa Licht in allen Fenstern. Viele flohn, unnennbar eingeschüchtert, mit den Stirnen fast im Staub darnieder. Selbst der Trunkenste schien jäh ernüchtert. Tag ward. Und die Uhren gingen wieder. Verfügbare Informationen: Erschienen im Buch "Deutsche Balladen" ISBN: 3-15-008501-2 Herausgeber: Philipp Reclam jun. Mehr Lautensack Gedichte? Bitte klicken Sie Heinrich Lautensack. Gedichte aller Autoren finden Sie in unserem Index. |
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