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Gottfried August Bürger Winterlied (Gottfried August Bürger)Der Winter hat mit kalter Hand Die Pappel abgelaubt, Und hat das grüne Maigewand Der armen Flur geraubt; Hat Blümchen, blau und rot und weiß, Begraben unter Schnee und Eis. Doch, liebe Blümchen, hoffet nicht Von mir ein Sterbelied. Ich weiß ein holdes Angesicht, Worauf ihr alle blüht. Blau ist des Augensternes Rund, Die Stirne weiß, und rot der Mund. Voll für den Mund, und würzereich, Und allerfrischend ist, Der purpurroten Erdbeer gleich, Der Kuß, den sie mir küßt. O Mai, was frag ich viel nach dir? Der Frühling lebt und webt in ihr. Verfügbare Informationen: Erschienen im Buch "Gedichte" ISBN: 3-15-000228-1 Herausgeber: Philipp Reclam jun. Mehr Bürger Gedichte? Bitte klicken Sie Gottfried August Bürger. Gedichte aller Autoren finden Sie in unserem Index. |
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