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Gottfried August Bürger Straflied beim schlechten Kriegsanfange der Gallier (Gottfried August Bürger)Wer nicht für Freiheit sterben kann, Der ist der Kette wert. Ihn peitsche Pfaff und Edelmann Um seinen eignen Herd! O Franzen, eure Rednerei Ist mir ein Greuel nun. Nicht prahlen, daß man tapfer sei, Nein, tapfer muß man tun. Zwar wissen wir, um Blut erkauft Der Sieg sich immer nicht; Doch daß ihr wie Gesindel lauft, Drob zürnt mein Strafgedicht. Ha, glaubt ihr, daß man feigen Sinn Durch Tigertaten birgt? Schmach euch, die ihr den Feldherrn hin, Hin den Gefangnen würgt! Wie war mein freies Herz entbrannt, Getäuscht durch Adelschein, Selbst gegen Hermanns Vaterland Tyrtäus euch zu sein! Wer nicht für Freiheit sterben kann, Der ist der Kette wert. Ihn peitsche Pfaff und Edelmann Um seinen eignen Herd! Verfügbare Informationen: Erschienen im Buch "Gedichte" ISBN: 3-15-000228-1 Herausgeber: Philipp Reclam jun. Mehr Bürger Gedichte? Bitte klicken Sie Gottfried August Bürger. Gedichte aller Autoren finden Sie in unserem Index. |
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