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Gottfried August Bürger Die Tode (Gottfried August Bürger)Für Tugend, Menschenrecht und Menschenfreiheit sterben Ist höchst erhabner Mut, ist Welt-Erlösertod: Denn nur die göttlichsten der Heldenmenschen färben Dafür den Panzerrock mit ihrem Herzblut rot. Am höchsten ragt an ihm die große Todesweihe Für sein verwandtes Volk, sein Vaterland hinan. Dreihundert Sparter ziehn in dieser Heldenreihe Durchs Tor der Ewigkeit den übrigen voran. So groß ist auch der Tod für einen guten Fürsten, Mit Zepter, Waag' und Schwert in tugendhafter Hand. Wohl mag der Edlen Mut nach solchem Tode dürsten: Denn es ist Tod zugleich für Volk und Vaterland. Der Tod für Freund und Kind, und für die süße Holde Ist, wenn nicht immer groß, doch rührend stets und schön. Denn es ist Todesgang, den, nicht erkauft mit Golde, Im Drange des Gefühls nur edle Menschen gehn. Sich für Tyrannen gar hinab zur Hölle balgen, Das ist ein Tod, der nur der Hölle wohl gefällt. Wo solch ein Held erliegt, da werde Rad und Galgen Für Straßenräuber und für Mörder aufgestellt! Verfügbare Informationen: Erschienen im Buch "Gedichte" ISBN: 3-15-000228-1 Herausgeber: Philipp Reclam jun. Mehr Bürger Gedichte? Bitte klicken Sie Gottfried August Bürger. Gedichte aller Autoren finden Sie in unserem Index. |
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