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Gottfried Keller Die Begegnung (Gottfried Keller)Schon war die letzte Schwalbe fort Und wohl seit manchen Tagen auch Die letzte Rose abgedorrt, Nach altem Erdenbrauch. Es flimmerte der Buchenhain Wie Rauschgold rot im Abendlicht; Herbstsonne gibt gar sondern Schein, Der in die Herzen sticht. Ich traf sie da im Walde an, Nach der allein mein Herz begehrt, Mit Tuch und Hut weiss umgetan, Von güldnem Schein verklärt. Sie war allein; doch grüsst' ich sie Verschüchtert kaum im Weitergehn, Weil ich so feierlich sie nie, So still und schön, gesehn. Es blickt' aus ihrem Angesicht Ein vornehm Etwas neu hervor, Und ihrer Augen Veilchenlicht Glomm hinter einem Flor. Es scheint mir ein Rival erwacht! Sprach ich und schaut' ins Abendrot, Bis es erlosch und bis die Nacht Die dunkle Hand mir bot. Mehr Keller Gedichte? Bitte klicken Sie Gottfried Keller. Gedichte aller Autoren finden Sie in unserem Index. |
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