Gottfried Keller
Auf die Motten (Gottfried Keller)

"Wo ist ein Volk, so frei von allen Plagen,

Die andrer Völker traurig Erbteil sind,

Ein glücklicher nutzniessrisch Heldenkind,

Als unser Schweizervölklein zu erfragen?

Und doch, wie fiebernd seine Pulse schlagen!

Für seiner Freiheit Überfülle blind,

Hascht übermütig es nach leerem Wind,

Wann enden seine undankbaren Klagen?"

"Nur eben euch gilt es noch auszurotten

(So sprechen wir, die radikalen Christen),

Mit lindem Klopfen aus dem Pelz zu jagen!"