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Friedrich Gottlieb Klopstock Unsre Sprache an uns (Friedrich Gottlieb Klopstock)Im November 1796 Nazion, die mich redet, du willst es also auf immer Dulden, daß der Deinen so viel mich verbilden? Gestalt mir Geben, die einst ich von dir nicht empfing? daß sie meines Schwunges Weise Kühnheit mir rauben? mich mir selbst? Unterwürfige Dulderinn, nun so schlummre denn! Ich bin Deiner, wie einst du warest, nicht würdig, oder ich duld' es Länger nicht, und ich lass' hinsterben den neuen Unton, Gleich dem Nachhall', und bleibe, die ich war. Weil ich die bildsamste bin von allen Sprachen; so träumet Jeder pfuschende Wager, er dürfe getrost mich gestalten, Wie es ihn lüste? Man dehnt mir zum Maule den Mund; mir werden Von den Zwingern die Glieder sogar verrenkt. Selbst Umschaffungen werden gewagt. So entstellte die Fabel Venus zum Fisch', Apollo zum Raben, zur Tigerinn Thetis, Delius Schwester zur Katze, zum Drachen den Epidaurer, Und zu der Heerde Führer dich, Jupiter. Meiner Schwester Hellänis Gesang ist Gesang der Sirenen; Aber sie will nicht verführen. Ich wär die Schuldige; folgt' ich, Gleich 'ner Sklavinn, ihr nach! Dann kränzte mich nicht der Lorber, Daphne zuvor, nicht die Eiche, die Hlyn einst war. Verfügbare Informationen: Erschienen im Buch "Oden" ISBN: 3-15-001391-7 Herausgeber: Philipp Reclam jun. Mehr Klopstock Gedichte? Bitte klicken Sie Friedrich Gottlieb Klopstock. Gedichte aller Autoren finden Sie in unserem Index. |
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