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Ferdinand Freiligrath Ruhe in der Geliebten (Ferdinand Freiligrath)(Aus "Zwischen den Garben", 1849) So laß mich sitzen ohne Ende, So laß mich sitzen für und für! Leg deine beiden frommen Hände Auf die erhitzte Stirne mir! Auf meinen Knien, zu deinen Füßen, Da laß mich ruhn in trunkner Lust; Laß mich das Auge selig schließen In deinem Arm, an deiner Brust! Laß es mich öffnen nur dem Schimmer, Der deines wunderbar erhellt; In dem ich raste nun für immer, O du mein Leben, meine Welt! Laß es mich öffnen nur der Träne, Die brennend heiß sich ihm entringt; Die hell und lustig, eh' ich's wähne, Durch die geschloßne Wimper springt! Und jeder ist für mich ein Leben! - Ha, so zu rasten Tag für Tag! Zu lauschen so mit sel'gem Beben Auf unsrer Herzen Wechselschlag! In unsrer Liebe Nacht versunken, Sind wir entflohn aus Welt und Zeit: Wir ruhn und träumen, wir sind trunken In seliger Verschollenheit! Verfügbare Informationen: Erschienen im Buch "Gedichte" ISBN: 3 15 004911 3 Herausgeber: Philipp Reclam jun. Mehr Freiligrath Gedichte? Bitte klicken Sie Ferdinand Freiligrath. Gedichte aller Autoren finden Sie in unserem Index. |
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