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Ferdinand Avenarius Kornrauschen (Ferdinand Avenarius)Bist du wohl im Kornfeld schon gegangen, wenn die vollen Ähren überhangen, durch die schmale Gasse dann inmitten schlanker Flüsterhalme hingeschritten? Zwang dich nicht das heimelige Rauschen, stehn zu bleiben und darein zu lauschen? Hörtest du nicht aus den Ähren allen wie aus weiten Fernen Stimmen hallen? Klang es drinnen nicht wie Sichelklang? Sang es drinnen nicht wie Schnittersang? Hörtest nicht den Wind du aus den Höhn lustig sausend da sie Flügel drehn? Hörtest nicht die Wasser aus den kühlen Tälern singen du von Rädermühlen? Leis, ganz leis nur hallt das und verschwebt, wie im Korn sich Traum mit Traum verwebt, in ein Summen wie von Orgelklingen, drein ihr Danklied die Gemeinden singen. Rückt die Sonne dann der Erde zu, wird im Korne immer tiefre Ruh', und der liebe Wind hat's eingewiegt, wenn die Mondnacht schimmernd drüber liegt. Wie von warmem Brot ein lauer Duft zieht mit würz'gen Wellen durch die Luft. Verfügbare Informationen: Erschienen im Buch "Vom goldnen Überfluss" ISBN: Unbekannt Herausgeber: R. Voigtländers Verlag Mehr Avenarius Gedichte? Bitte klicken Sie Ferdinand Avenarius. Gedichte aller Autoren finden Sie in unserem Index. |
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