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Eduard Mörike An Clärchen (Eduard Mörike)Die Freundin immer neu zu schmücken, Ich seh es wohl, ist deine Lust; Darfst du ins Haar den Kranz ihr drücken, Des eignen bist du kaum bewußt. Und deinen Augen zu gefallen Erlaubt sie gern das müßge Spiel. Ach täglich mehr gefällt sie allen, Die allen schon zu sehr gefiel! Du machst sie, wie dir's auch gelungen, Kaum lieblicher als je sie war, Doch jede dieser Neuerungen Bringt neue Sorge und Gefahr. Heut ringeltest du Kinderlocken Wie schön um Hals und Nacken ihr! Ein Mädchen sieht das unerschrocken, Allein bedenk, bedenke, wir! Nur höre auf, der Welt zu zeigen Den Schatz, den sie uns schon mißgönnt! Wer gern ein Kleinod hat zu eigen, Es ist genug, daß er es kennt. Verfügbare Informationen: Erschienen im Buch "Sämtliche Werke Band I" ISBN: 3-538-05651-x Herausgeber: Winkler Verlag Mehr Mörike Gedichte? Bitte klicken Sie Eduard Mörike. Gedichte aller Autoren finden Sie in unserem Index. |
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