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Detlev von Liliencron April (Detlev von Liliencron)Wie der Südwind pfeift, In den Dornbusch greift, Der vor unserm Fenster sprießt. Wie der Regen stürzt Und den Garten würzt, Und den ersten Frühling gießt. Plötzlich säumt der Wind, Und der Regen rinnt Spärlich aus dem Wolkensieb. Und die Mühle dreht Langsam sich und steht, Die noch eben mächtig trieb. Schießt ein Sonnenblick Über Feld und Knick, Wie der Blitz vom Goldhelm huscht, Und auf Baum und Gras Schnell im Tropfennaß Tausend Silbertüpfel tuscht. Meiner Schulter dicht Lehnt dein hold Gesicht, Schaut ins Wetter still hinein. Kennst das alte Wort, Ewig treibt es fort: Regen tauscht und Sonnenschein. Verfügbare Informationen: Erschienen im Buch "Gedichte" ISBN: 3 15 007694 3 Herausgeber: Philipp Reclam jun. Mehr Liliencron Gedichte? Bitte klicken Sie Detlev von Liliencron. Gedichte aller Autoren finden Sie in unserem Index. |
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