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Arno Holz So einer war auch er! (Arno Holz)Liegt ein Dörflein mitten im Walde, überdeckt vom Sonnenschein, und vor dem letzten Haus an der Halde sitzt ein steinalt Mütterlein. Sie läßt den Faden gleiten und Spinnrad Spinnrad sein und denkt an die alten Zeiten und nickt und schlummert ein. Heimlich schleicht die Mittagsstille durch das flimmernde grüne Revier. Alles schläft; selbst Drossel und Grille und vorm Pflug der müde Stier. Da plötzlich kommt es gezogen blitzend den Wald entlang und vor ihm hergeflogen Trommel- und Pfeifenklang. Sieh, schon schwenken sie um die Halde, wo das letzte der Häuschen lacht. Schon verschwinden die ersten im Walde, und das Mütterchen ist erwacht. Versunken in tiefes Sinnen, wird ihr das Herz so schwer, und ihre Tränen rinnen: »So einer war auch Er!« Verfügbare Informationen: Erschienen im Buch "Vom goldnen Überfluss" ISBN: Unbekannt Herausgeber: R. Voigtländers Verlag Mehr Holz Gedichte? Bitte klicken Sie Arno Holz. Gedichte aller Autoren finden Sie in unserem Index. |
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