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Ottokar Kernstock - Künstlerisches SchaffenVon 1875 an veröffentlichte Kernstock historische und belletristische Werke. Seine Gedichte erschienen ab 1878 in der Münchner Zeitschrift ''Fliegende Blätter''. Nachdem er 1889 sein Amt als Pfarrer in Festenburg angetreten hatte, begann er Lyrik in der Tradition der Spätromantik zu verfassen; oft mit radikal deutschnationalen Inhalten. So schrieb er über die Herkunft seiner Eltern:Im Böhmerwald, bewehrt mit Wall und Toren, In dem mein lieber Vater ward geboren. Deutsch war der Mann, kerndeutsch sein Heimatland, Eh' Slawenlist es Stück für Stück entwandt! Seine deutschnationale Gesinnung zeigen auch Gedichte wie ''?Civis Germanus sum!?'' oder ''?Ein Fund?''. In ''?Die deutsche Eiche?'' formulierte er: Slawenlinden steh'n ich dichten Reih'n mit Pinien welscher Art Und mit Böhmerwalder Fichten Dort freundnachbarlich gepaart. Aber mitten im Bereiche Dieser grünen Herrlichkeit Ragt die deutsche Donnereiche Wie ein Held der Hünenzeit. An anderer Stelle dichtete er: Bleib, edles Wien, der Himmel walt's, Des Deutschtums Zitadelle! Einer breiteren Öffentlichkeit wurde er 1901 mit dem Gedichtband ?Aus dem Zwingergärtlein? bekannt und erreicht so bald ähnliche Popularität wie sein Freund, der Schriftsteller Peter Rosegger. Seine Religiosität brachte er beispielsweise in dem Gedicht ''?Zwei Kreuze?'' zum Ausdruck. Während des Ersten Weltkriegs verfasste er den Gedichtband ?Steirischer Waffensegen? (1916) mit Kriegslyrik. 1920 schuf Kernstock den Text der österreichischen Bundeshymne zwischen 1930 und 1938. Ursprüngllich als ''?Deutschösterreichische Volkshymne?'' betitelt und Teil des Gedichtbands ''Der redende Born'' (1922), wurde ''?Sei gesegnet ohne Ende?'' per Ministerratsbeschluss am 13. Dezember 1929 zur Bundeshymne erklärt. Im Jahr 1923 verfasste er das ''?Hakenkreuzlied?'' für die Fürstenfelder Ortsgruppe der Deutschen Nationalsozialistischen Arbeiterpartei (DNSAP). Das Lied wurde im Wahlkampf in den sudetendeutschen Gebieten der Tschechoslowakei eingesetzt und löste Proteste der Christlich-Sozialen Partei und der katholischen Kirche aus. Kernstock verwahrte sich dagegen, ein ?Hakenkreuzler? zu sein und verteidigte sich damit, dass er ein Gedicht geschrieben habe ''?das den idealen Zielen galt, die ursprünglich den Hakenkreuzlern vorschwebten und mit denen sich jeder brave Deutsche einverstanden erklären musste.?'' Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Ottokar Kernstock aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar. |
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