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Nikolaus Lenau Vanitas (Nikolaus Lenau)Eitles Trachten, eitles Ringen Frißt dein bißchen Leben auf, Bis die Abendglocken klingen, Still dann steht der tolle Lauf. Gastlich bot dir auf der Reise Die Natur ihr Heiligtum; Doch du stäubtest fort im Gleise, Sahst nach ihr dich gar nicht um. Blütenduft und Nachtigallen, Mädchenkuß und Freundeswort Riefen dich in ihre Hallen; Doch du jagtest fort und fort. Eine Törin dir zur Seite Trieb mit dir ein arges Spiel, Wies dir stets ins graue Weite: »Siehst du, Freund, dort glänzt das Ziel!« War es Gold, wars Macht und Ehre, Was sie schmeichelnd dir verhieß: Täuschung wars nur der Hetäre, Eitel Tand ist das und dies. Kannst nicht trocknen mehr die Stirne, Da du mit dem Tode ringst; Hörst nur ferne noch der Dirne Hohngelächter und versinkst! (1823/24) Verfügbare Informationen: Erschienen im Buch "Gedichte" ISBN: 3-458-33686-9 Herausgeber: Insel Verlag Mehr Lenau Gedichte? Bitte klicken Sie Nikolaus Lenau. Gedichte aller Autoren finden Sie in unserem Index. |
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