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Claudius
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Matthias Claudius - Leben


Jugend und Ausbildung


Matthias Claudius wurde als viertes Kind des gleichnamigen Reinfelder Pastors geboren. Er besuchte die Gelehrtenschule in Plön. Im Sommersemester 1759 begann er das Studium der Theologie in Jena, kehrte aber 1762 ohne Abschluss in seine Geburtsstadt zurück. Sein Erstlingswerk ''Tändeleyen und Erzählungen'' wurde als stilistisch inkonsistente Nachahmung bekannter Gedichte von der Kritik verrissen.


Erste Tätigkeiten


1764/65 bereiste Claudius als Sekretär von Graf Ulrich Adolph von Holstein Kopenhagen und lernte dort Friedrich Gottlieb Klopstock kennen, der ihn für seine weitere literarische Karriere prägte. Von 1768 bis 1770 arbeitete er als Redakteur der von Viktor Ludwig Klopstock, dem Bruder Friedrich Gottliebs, herausgegebenen ''Hamburgischen-Addreß-Comptoir-Nachrichten'' in Hamburg und kam so in Kontakt mit Johann Gottfried Herder und Gotthold Ephraim Lessing.


Der Wandsbecker Bothe


Im Januar 1771 zog Matthias Claudius nach Wandsbek und wurde dort Redakteur der Handels-Zeitung "", die von Heinrich Carl von Schimmelmann initiiert worden war. Er fügte Gedichte und Aufsätze hinzu und unter ihm wurde die Zeitung in ganz Deutschland bekannt. Sie erschien aber nur von 1771-75.

1772 heiratete Claudius die damals 18-jährige Rebekka Behn, Tochter des örtlichen Zimmermanns. Das Paar hatte 12 Kinder.

Durch Vermittlung Herders ging Claudius 1776 als Redakteur zur ''Hessen-Darmstädtischen privilegierten Landeszeitung'', kehrte jedoch bereits nach einem Jahr mit seiner Familie nach Wandsbek zurück, da er sich mit den hierarchischen Verhältnissen der Residenzstadt Darmstadt nicht hatte arrangieren können.

Später publizierte Claudius selbst unter dem Namen "Der Wandsbecker Bote". Er verwendete in seinen Gedichten und Überlegungen als Pseudonym für sich auch den Namen ''Asmus''. Seine finanzielle Lage war stets prekär, bis er ab 1785 einen Ehrensold des dänischen Kronprinzen Friedrich, den die literarischen Qualitäten Claudius' überzeugt hatten, bekam. Friedrich verschaffte ihm auch 1788 ein Revisorenamt bei der ''Schleswig-Holsteinischen Speciesbank'' in Altona, das ihm ohne größere Einschränkung seiner literarischen Arbeit, er musste lediglich viermal im Jahr zur Prüfung der Quartalsabschlüsse in Altona erscheinen, ein Auskommen sicherte.


Letzte Jahre


In Folge der Kriegsereignisse um Hamburg (Franzosenzeit) floh Claudius 1813 nach Kiel und Lübeck. Seine letzten Lebensmonate verbrachte der inzwischen schwerkranke Matthias Claudius im Hause seines Schwiegersohnes Friedrich Perthes, Gründer des gleichnamigen Verlages, am Hamburger Jungfernstieg, wo er auch verstarb. Er ist auf dem Friedhof der Wandsbeker Christuskirche begraben.

Matthias Claudius war Mitglied der Freimaurerloge ''zu den drei Rosen'' in Hamburg. Der Wandsbecker Bote hatte viele freie Mitarbeiter, die Freimaurer waren und mit denen Claudius in enger Verbindung stand: Herder, Lessing, Goethe und Klopstock (auch Trauzeuge von Matthias Claudius).

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Matthias Claudius aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

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