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Johann Wolfgang von Goethe Grenzen der Menschheit (Johann Wolfgang von Goethe)Wenn der uralte, Heilige Vater Mit gelassener Hand Aus rollenden Wolken Segnende Blitze Über die Erde sät, Küss' ich den letzten Saum seines Kleides, Kindlicher Schauer Treu in der Brust. Denn mit Göttern Soll sich nicht messen Irgendein Mensch. Hebt er sich aufwärts Und berührt Mit dem Scheitel die Sterne, Nirgends haften dann Die unsichern Sohlen, Und mit ihm spielen Wolken und Winde. Steht er mit festen, Markigen Knochen Auf der wohlgegründeten Dauernden Erde: Reicht er nicht auf, Nur mit der Eiche Oder der Rebe Sich zu vergleichen. Ein kleiner Ring Begrenzt unser Leben, Und viele Geschlechter Reihen sich dauernd An ihres Daseins Unendliche Kette. Mehr Goethe Gedichte? Bitte klicken Sie Johann Wolfgang von Goethe. Gedichte aller Autoren finden Sie in unserem Index. |
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