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Johann Wolfgang von Goethe Die Spinnerin (Johann Wolfgang von Goethe)Als ich still und ruhig spann, Ohne nur zu stocken, Trat ein schöner junger Mann Nahe mir zum Rocken. Lobte, was zu loben war, - Sollte das was schaden? - Mein dem Flachse geleiches Haar, Und den gleichen Faden. Ruhig war er nicht dabei, Ließ es nicht beim alten; Und der Faden riß entzwei, Den ich lang erhalten. Und des Flachses Stein-Gewicht Gab noch viele Zahlen; Aber ach, ich konnte nicht Mehr mit ihnen prahlen. Als ich sie zum Weber trug, Fühlt' ich was sich regen, Und mein armes Herze schlug Mit geschwindern Schlägen. Nun, beim heißen Sonnenstich, Bring' ich's auf die Bleiche, Und mit Mühe bück' ich mich Nach dem nächsten Teiche. Verfügbare Informationen: Erschienen im Buch "Das Buch der Balladen" ISBN: Unbekannt Herausgeber: Bertelsmann, Deutsche Buchgemeinschaft Mehr Goethe Gedichte? Bitte klicken Sie Johann Wolfgang von Goethe. Gedichte aller Autoren finden Sie in unserem Index. |
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