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Johann Peter Eckermann - LebenGeboren am 21. September 1792 in ärmlichen Verhältnissen in Winsen (Luhe), einer kleinen Stadt in Elbnähe vor den Toren Hamburgs, wuchs er einsam auf. Oft zog er mit seinem Vater hausierend durch die Winsener Marsch und die nördliche Lüneburger Heide, um in den Dörfern allerlei Kleinigkeiten zu verkaufen. Die Weite seiner norddeutschen Landschaft prägte Eckermanns Wesen dauerhaft.Wie damals üblich, besuchte er die Schule nur unregelmäßig, fiel jedoch bald den Honoratioren seiner Heimatstadt durch seine geistigen Fähigkeiten und künstlerischen Begabungen auf. Sie förderten den jungen Eckermann, sodass er zwischen 1808 und 1813 Anstellungen als Amtsschreiber in seiner Heimatstadt Winsen und den östlichen Nachbarstädten fand. Nach seiner Soldatenzeit (1813/14) wanderte er, seinem Wunsche folgend, Kunstmaler zu werden, nach Hannover, um sich bei dem Maler Rambach ausbilden zu lassen. Krankheit und Geldnot zwangen ihn aber nach kurzer Zeit, dieses Vorhaben aufzugeben und wiederum eine Stelle in der staatlichen Verwaltung anzunehmen. Er sah, dass er sich geistig weiterbilden musste, besuchte nebenher in Hannover das Gymnasium und widmete sich eifrig breitgefächert der Literatur. Besonders die Werke Goethes beeindruckten ihn zutiefst. Im Anschluss an die kurze Gymnasialzeit nahm Eckermann in Göttingen das Studium der Jurisprudenz und der Philologie auf, musste es jedoch bald aus Geldmangel einstellen. 1822 begründete er seinen Wohnsitz in Empelde bei Hannover. Durch die großen Vorbilder fühlte er sich nun angespornt, selber Verse zu verfassen. Daneben entstanden die "Beyträge zur Poesie unter besonderer Hinweisung auf Goethe", deren Manuskript er nach Weimar an Goethe schickte. Die positive Resonanz aus Weimar veranlasste ihn, den fast vierundsiebzigjährigen Goethe am 10. Juni 1823 persönlich aufzusuchen. Hoch erfreut ging der ambitionierte junge Gast sogleich auf den Vorschlag seines ?untrüglichen Leitsterns" ein, einige organisatorische Arbeiten zu übernehmen. Er wurde jedoch nicht, wie heute noch auf der Gedenktafel am Weimarer Eckermannhaus zu lesen ist, Goethes Sekretär, sondern er war von nun an in einem unverbindlichen Gefälligkeitsverhältnis für Goethe tätig. Wie die Jahre zuvor war auch Eckermanns Weimarer Zeit von Geldnot beherrscht. Zwar sorgte Goethe dafür, dass die bereits erwähnten "Beyträge zur Poesie" gegen ein gutes Honorar verlegt wurden; überdies verschaffte der berühmte Dichter ihm bezahlte Tätigkeiten, so z. B. als Lehrer des Erbprinzen Carl Alexander, sowie 1825 die Doktorwürde der Universität Jena, doch konnte der junge Norddeutsche nur knapp seinen Lebensunterhalt bestreiten, zumal die Arbeiten für Goethe ihn häufig außerordentlich beanspruchten. Goethes Vertrauen in die Zuverlässigkeit Eckermanns war so groß, dass er ihn auch bat, seinen labilen Sohn August 1830 auf dessen verhängnisvoller Italienreise zu begleiten. Erst im Jahre 1831 konnte Eckermann seine langjährige Verlobte Johanna Bertram heiraten. Sie starb bereits im April 1834 kurz nach der Geburt des Sohnes Karl, der später ein geachteter Kunstmaler wurde. Der greise Goethe setzte seinen Mitarbeiter Professor Riemer gemeinsam mit Eckermann gegen eine Gewinnbeteiligung testamentarisch zum Herausgeber seines literarischen Nachlasses ein, doch nahm nach Goethes Tod 1832 in Weimar bald kaum noch jemand Notiz von dem kränkelnden, allmählich verarmenden Eckermann. 1836 erschienen endlich seine lange vorbereiteten "Gespräche mit Goethe in den letzten Jahren seines Lebens", ein bis heute anerkanntes, in mehrere Sprachen übersetztes literarisches Werk, und zwei Jahre darauf veröffentlichte Eckermann einen weiteren Gedichtband, doch waren die Honorareinnahmen so gering, dass er davon nicht lange zehren konnte. Am 3. Dezember 1854 starb Eckermann krank und vereinsamt in Weimar. Sein früherer Schüler, der spätere Großherzog Carl Alexander, sorgte für eine würdige Grabstätte in unmittelbarer Nähe der letzten Ruhestätte Goethes. Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Johann Peter Eckermann aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar. |
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