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Hölty, Ludwig Heinrich Christoph Apoll und Dafne (Hölty, Ludwig Heinrich Christoph)Apoll, der gern nach Mädchen schielte, wie Dichter thun, sah einst im Thal, wo Schatten kühlte, die Dafne ruh'n. Er nahte sich mit Stutzertritten, mit Ach und Oh, als Dafne schnell mit Zephirschritten dem Gott entfloh. Sie flog voran; Apollo keuchte ihr hitzig nach, bis er die Schöne fast erreichte am Silberbach. Da rief sie: Rettet mich, ihr Götter! Die Thörin die! Zeus winkt und starre Lorbeerblätter umfliegen sie. Ihr Füßchen, sonst so niedlich, wurzelt im Boden fest; Apollo kömmt herangepurzelt und schreyet: Pest! Dann lehnt er seine Wangen ans grüne Holz: Jüngst eine Nimfe, sein Verlangen, der Nimfen Stolz! Er girrt ein Weilchen, sinnt, und pflücket sich einen Kranz, der seine blonden Scheitel schmücket bey Spiel und Tanz. Du arme Dafne! Tausend pflücken nun Kränze sich von deinen Haaren, sich zu schmücken! Du dauerst mich! Die Krieger und die Dichter zausen in deinem Haar, wie Stürme, die den Wald durchbrausen! Die Köche gar! Ja, ja, die braunen Köche ziehen dir Locken aus, zum lieblichen Gewürz der Brühen beym Hochzeitsschmaus! (1770) Verfügbare Informationen: Erschienen im Buch "BTITEL" ISBN: Unbekannt Herausgeber: HRSG. Mehr Christoph Gedichte? Bitte klicken Sie Hölty, Ludwig Heinrich Christoph. Gedichte aller Autoren finden Sie in unserem Index. |
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