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Gottfried August Bürger Prolog zu Sprickmann's »Eulalia« (Gottfried August Bürger)auf einem Privattheater. Doch dann auch mag's euch frommen, diesen Kampf, Den blutigen, den Todeskampf zu sehn, Zu sehen, wie von allen Seiten her Die Büberei mit Netzen sie umstellt; Zu sehn, wie nirgends eine Freistatt ihr, Als unter ihr das Grab nur, offen steht; Und ach! zu sehn, wie sie hinunterstürzt Und ihre Himmelsperle mit sich nimmt. Mag das Entsetzen doch euch dann beim Haar Ergreifen und zerschütteln! Mag doch Schmerz Durch eure Busen fahren wie ein Schwert! Und mögen eure Augen doch in Flut, In heißer Thränenflut des Mitleids glühn! Wird's euch doch frommen zur Bewunderung, Zu hoher, heiliger Bewunderung Der Heldin, welche Blut für Tugend gab. Gedeihn wird's euch vielleicht zu gleichem Muth, Zu Zorn und Abscheu gegen Bubenstück Und Tyrannei. Zur Weisheit muß es euch Gedeihen, daß der Tugend Kranz nicht stets Auf Erden blüht; zur Warnung, daß ihr nie Auch gegen Den empören sollt, der tief In des geheimen Heiligthumes Nacht Die richterliche Wage hält und oft Der Tugend Schmerz und oft dem Laster Lust, Zwar unbegreiflich, aber doch gerecht Und weise, in den Schooß herunterwägt. Verfügbare Informationen: Erschienen im Buch "Gedichte" ISBN: Unbekannt Herausgeber: Philipp Reclam jun. Mehr Bürger Gedichte? Bitte klicken Sie Gottfried August Bürger. Gedichte aller Autoren finden Sie in unserem Index. |
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