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Gottfried Keller Stiller Augenblick (Gottfried Keller)Fliehendes Jahr, in duftigen Schleiern Streifend an abendrötlichen Weihern Wallest du deine Bahn; Siehst mich am kühlen Waldsee stehen, Wo an herbstlichen Uferhöhen Zieht entlang ein stummer Schwan. Still und einsam schwingt er die Flügel Tauchet in den Wasserspiegel, Hebt den Hals empor und lauscht; Taucht zum andern Male nieder, Richtet sich auf und lauschet wieder, Wie's im flüsternden Schilfe rauscht. Atme nur in vollen Zügen Dieses friedliche Genügen Einsam auf der stillen Flur! Und hast du dich klar empfunden, Mögen enden deine Stunden, Wie zerfliesst die Schwanenspur! Mehr Keller Gedichte? Bitte klicken Sie Gottfried Keller. Gedichte aller Autoren finden Sie in unserem Index. |
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