![]() |
|||||||
|
|||||||
Gottfried Keller Sonntagsjäger (Gottfried Keller)Es lässet sich mit aller Kraft Ein Horn im Walde hören; Ich krieg' ein altes Rohr beim Schaft Und schlendre in die Föhren. Der Wald, der macht mir vielen Spass, Er flunkert in der Sonnen; Der Reif hat wie mit Jungfernglas Die Nadeln übersponnen. Da hüpft ein junger Has daher Und spielt vor mir im Grase; Ich brenne wie von ungefähr Mein Schrot ihm auf die Nase. Es ist, als schrie' er: "Gott vergelt's!" Mit kläglicher Gebärde; Sein rotes Blütlein färbt den Pelz Und macht sich in die Erde. Und als das Häslein ausgeschnappt, Hab' ich es heimgetragen - Doch freilich schon genug gehabt Von Weidmanns Heil und Jagen! Mehr Keller Gedichte? Bitte klicken Sie Gottfried Keller. Gedichte aller Autoren finden Sie in unserem Index. |
| ||||||