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Georg Heym - WerkHeyms Stoffwahl und Metaphorik sind deutlich beeinflusst von zwei damaligen Exponenten der französischen Lyrik: Charles Baudelaire und Arthur Rimbaud. Allerdings konnte er diese beiden Dichter nur in der deutschen Übersetzung von Stefan George lesen, wurde also auch durch die sprachlichen Eigenheiten des Übersetzers geprägt, den er allerdings trotzdem als etablierten deutschen Lyriker ablehnte. Heym wurde auch einst von seinem ersten Verleger Kurt Wolff als ?deutscher Baudelaire? bezeichnet. Ein weiterer Einfluss für Heyms Lyrik war der Naturalismus.In seinen Werken schildert Heym in beeindruckend intensiver Bildhaftigkeit, die unmittelbare Vorstellungen hervorzurufen vermag, apokalyptische Szenen, das Dämonische in unserer Realität und Todesahnungen, durchdrungen von Angst, Unsicherheit und einem Eindruck der Verlorenheit. Allerdings finden sich unter seinen Gedichten auch solche, die traditionellen Genres wie der Liebeslyrik zuzurechnen sind. Sein äußerer lyrischer Stil dagegen ist geprägt von formaler Strenge in Vers- und Strophenmaß. Seine Prosawerke beschäftigen sich ähnlich wie die Georg Büchners mit Kranken und Irren, Ausgestoßenen der Gesellschaft, die die Kontrolle über ihr eigenes Ich verlieren (Ein sehr beeindruckendes Beispiel hierzu findet sich in der Geschichte ''Der Irre'' aus der Novellensammlung ''Der Dieb''). Seine finsteren expressionistischen Werke(z.B. Der Krieg) standen in Opposition zum damaligen Bürgertum, das vor allem die Klassik, Romantik und den Biedermeier schätzte. Der Dichter dekonstruierte in dieser Weise die wilhelminische Gesellschaft in aggressiver Manier. Ein Gedicht als Beispiel In Maiensaaten liegen eng die Leichen, im grünen Rain, auf Blumen, ihren Betten. Verlorene Waffen, Räder ohne Speichen, Und umgestürzt die eisernen Lafeten. Aus vielen Pfützen dampft des Blutes Rauch, Die schwarz und rot den braunen Feldweg decken. Und weißlich quillt der toten Pferde Bauch, Die ihre Beine in die Frühe strecken. Im kühlen Winde friert noch das Gewimmer Von Sterbenden, da in des Osten Tore Ein blasser Glanz erscheint, ein grüner Schimmer, Das dünne Band der flüchtigen Aurore. Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Georg Heym aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar. |
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