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Heym
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Georg Heym - Leben

Georg Heym verbrachte seine Kindheit in einem wohlhabenden Elternhaus einer Familie von Beamten und Gutsbesitzern, das geprägt war von der konservativen Haltung seines Vaters Hermann und dessen Frau Jenny, geb. Taistrzik, unter der er nach eigenen Angaben sehr litt. Er pflegte eine große Abneigung gegenüber Tradition und Konvention, die er als einengend erlebte und welche er in Johann Wolfgang von Goethe, seinem Vater und der Sozialdemokratie verkörpert sah.

Von 1900 bis 1905 war er Schüler des Joachimsthalschen Gymnasiums. In seiner freudlos erlebten Gymnasialzeit war er zu Ostern 1905 aufgrund mangelhafter Leistungen und eines makabren Streichs zu einem Schulwechsel gezwungen. Seine schulische Bildung setzte er am Friedrich-Wilhelm-Gymnasium in Neuruppin fort. Dort wurde er Mitglied einer verbotenen Schülerverbindung namens ''Rhenania''. In den Zeitraum der Gymnasialbildung fallen auch seine ersten literarischen Versuche. Seit 1899 verfasste er Gedichte, seit 1904 führte er ein Tagebuch, und seine ersten dramatischen Schriften datieren auf das Jahr 1905.

Sein Vater, ein Staatsanwalt und späterer Militäranwalt, der als jähzornig und streng bürokratisch geschildert wird und zu dem Heym zeit seines Lebens ein äußerst gespanntes Verhältnis hatte, zeigte keinerlei Verständnis für die künstlerisch-literarischen Neigungen seines Sohns. Für ihn kam nur ein Jurastudium des Sohns in Frage, das dieser dann auch gemäß dieser Erwartungshaltung ab 1907 in Würzburg (wo er sich dem Corps Rhenania anschloss) sowie in Jena und Berlin absolvierte. Nach dem erfolgreichen Ablegen des Staatsexamens 1911 trat er ins juristische Referendariat ein, von dem er sich allerdings bereits nach der ersten Woche beurlauben ließ.

Bereits 1910 hatte er sich einer Vereinigung expressionistischer Schriftsteller, dem ''Neuen Club'', in Berlin angeschlossen und selbst mit dem ernsthaften Schreiben literarischer Werke begonnen. In Berlin als Zentrum moderner Dichtung fühlte er sich erstmals wohl. In diesem Jahr hatte er im Neuen Club sein Debüt als Rezitator eigener Werke und seine Gedichte ''Laubenkolonie'' und ''Vorortbahnhof'' wurden im Berlin-Charlottenburger ''Herold'' vom 1. Oktober 1910 durch seinen Freund Heinrich Eduard Jacob (1889-1967) veröffentlicht. Die Mitgliedschaft im Neuen Club beeinflusste seinen Schreibstil nachhaltig, ja prägte ihn überhaupt erst expressionistisch. Sein einziger zu Lebzeiten veröffentlichter Gedichtband ''Der ewige Tag'' kann als einer der ersten bedeutenden deutschen Beiträge zum literarischen Expressionismus gesehen werden.

Georg Heym ertrank im Alter von 24 Jahren beim Schlittschuhlaufen auf der Havel, als er versuchte, seinem Freund Ernst Balcke, ebenfalls ein Lyriker, aus einem aufgebrochenen Eisloch zu helfen.

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Georg Heym aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

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