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Friedrich Hebbel Natur, du kannst mich nicht vernichten (Friedrich Hebbel)Natur, du kannst mich nicht vernichten, Weil es dich selbst vernichten heißt, Du kannst auf kein Atom verzichten, Das einmal mit im Weltall kreist; Du mußt sie alle wieder wecken, Die Wesen, die sich, groß und klein, In deinem dunklen Schoß verstecken Und träumen, nun nicht mehr zu sein; Natur, ich will dich nicht beschwören: Verändre deinen ew'gen Lauf! Ich weiß, du kannst mich nicht erhören, Nur wecke mich am letzten auf! Ich will nicht in die Luft zerfließen, Ich will, auf langen Schlaf entbrannt, Gestorben, mich im Stein verschließen, Im härtesten, im Diamant. Ob der in einer Krone gaukle, Ob er bei heller Kerzen Licht Auf einer Mädchenbrust sich schaukle, Ich schlafe tief, ich fühl es nicht. Erst, wenn ich mich erwachend dehne, Sag ich dem Träger still ins Ohr, Daß einst ein Mensch zerrann zur Träne Und die zum Edelstein gefror! Verfügbare Informationen: Erschienen im Buch "Gedichte" ISBN: 3-15-003231-8 Herausgeber: Philipp Reclam jun. Mehr Hebbel Gedichte? Bitte klicken Sie Friedrich Hebbel. Gedichte aller Autoren finden Sie in unserem Index. |
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