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Friedrich Hebbel Das Kind (Friedrich Hebbel)Die Mutter lag im Totenschrein, zum letztenmal geschmückt; da spielt das kleine Kind herein, das staunend sie erblickt. Die Blumenkron' im blonden Haar gefällt ihm gar zu sehr, die Busenblumen, bunt und klar, zum Strauß gereiht, noch mehr. Und sanft und schmeichelnd ruft es aus: »Du liebe Mutter, gib mir eine Blum' aus deinem Strauß, ich hab' dich auch so lieb!« Schleicht fort, so leis' es immer kann, und schließt die Türe sacht und lauscht von Zeit zu Zeit daran, ob Mutter noch nicht erwacht. Verfügbare Informationen: Erschienen im Buch "Vom goldnen Überfluss" ISBN: Unbekannt Herausgeber: R. Voigtländers Verlag Mehr Hebbel Gedichte? Bitte klicken Sie Friedrich Hebbel. Gedichte aller Autoren finden Sie in unserem Index. |
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