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Friedrich Hebbel Auf eine Unbekannte (Friedrich Hebbel)Die Dämmerung war längst hereingebrochen, Ich hatt' dich nie gesehn, du tratst heran, Da hat dein Mund manch mildes Wort gesprochen In heil'gem Ernst, der dir mein Herz gewann. Still, wie du nahtest, hast du dich erhoben Und sanft uns allen gute Nacht gesagt, Dein Bild war tief von Finsternis umwoben, Nach deinem Namen hab ich nicht gefragt. Das Leben hat geheimnisvolle Stunden, Drin tut, selbst herrschend, die Natur sich kund; Da bluten wir und fühlen keine Wunden, Da freun wir uns und freun uns ohne Grund. Vielleicht wird dann zu flüchtigstem Vereine Verwandtes dem Verwandten nahgerückt, Vielleicht, ich schaudre, jauchze oder weine, Ist's dein Empfinden, welches mich durchzückt! Verfügbare Informationen: Erschienen im Buch "Gedichte" ISBN: 3-15-003231-8 Herausgeber: Philipp Reclam jun. Mehr Hebbel Gedichte? Bitte klicken Sie Friedrich Hebbel. Gedichte aller Autoren finden Sie in unserem Index. |
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