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Friedrich Haug Das Pfänderspiel (Friedrich Haug)Pfänderspiel verhöhnen Uns're Modeschönen Alle! Doch ihr Heuchelreden Rüttelt nur des Blöden Galle. Jüngling, sonder Fragen, Tollkühn mußt du wagen! Wisse: Zauberisch gewinnen Amors Hasserinnen Küsse! Ihr Gegirr und Wehren Sollte dich bethören? Lüge Ist ihr sprödes Bitten! Komm mit Herkulschritten! Siege! Sey durch sanftes Ringen, Ihren Arm zu zwingen, Rüstig, Und den frommen Tauben, Küsse weg zu rauben, Listig! Mählig wird ihr Sträuben Jede lasser treiben, Glühen, Wird entflammter immer Dein Umarmen nimmer Fliehen, Sich so gern bequemen, Küsse willig nehmen, Geben, Und dir ihr Entzücken Heisser aufzudrücken Streben. Glück zur Schäferrolle! Jetzt im Lippenzolle Freier! »Hange nun, verlange!« Schon ist Mund und Wange Feuer! O die Pulse hüpfen Mit des Tags Entschlüpfen Lauter, Und die ehelosen Keuschen Mädchen kosen Trauter! Sollte sich ob Mäulchen Manche noch ein Weilchen Sperren, Und im Pfänderlösen Murren auf die bösen Herren, Hör's nicht, loser Junge! Lermt des Mädchens Zunge Feindlich; Ach! ihr Aug' ist Liebe, Winkt dem Mäulchendiebe Freundlich! Löse witzig Pfänder, Dass die Zeit behender Renne, Doch der Pfandverwalter Unser Frühlingsalter Kenne, Kußeroberungen Uns verliebten Jungen Gönne, Pfänderspiel verhöhnen u.s.w. Verfügbare Informationen: Erschienen im Buch "Gesellige Gedichte" ISBN: 3-7681-9804-9 Herausgeber: I. G. Cotta'sche Buchhandlung Nachf. Mehr Haug Gedichte? Bitte klicken Sie Friedrich Haug. Gedichte aller Autoren finden Sie in unserem Index. |
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