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Eduard Mörike Keine Rettung (Eduard Mörike)Kunst! o in deine Arme wie gern entfloeh ich dem Eros! Doch du Himmlische hegst selbst den Verraeter im Schoss. "Was ich lieb und was ich bitte, Goennen mir die Menschen nicht, Darum, kleine, moosge Huette, Meid ich so des Tages Licht. Bin herauf zu dir gekommen, Wo ich oft der Welt vergass, Gerne sinnend bei dem frommen Roten Kerzenschimmer sass. Weil ich drunten mich verliere In dem Treiben bang und hohl, Schliesse dich, du kleine Tuere, Und mir werde wieder wohl!" - So der Einsamkeit gegeben, Hing ich alten Traeumen nach, Doch der Flamme ruhig Weben Trost in meine Trauer sprach. - Leise, wie durch Geisterhaende, Oeffnet sich die Tuere bald, Und es tritt in meine Waende Eine liebliche Gestalt. Was ich lieb und was ich flehte, Freundlich, schuechtern vor mir stand, Ohne Sinn und ohne Rede Hielt ich die geliebte Hand; - Freundlich Bild im himmelblauen Kleide mit dem Silbersaum! Werde nimmer so dich schauen, Und mich taeuschte nur ein Traum. Mehr Mörike Gedichte? Bitte klicken Sie Eduard Mörike. Gedichte aller Autoren finden Sie in unserem Index. |
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