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Eduard Mörike Die Tochter der Heide (Eduard Mörike)Wasch dich, mein Schwesterchen, wasch dich! Zu Robins Hochzeit gehn wir heut: Er hat die stolze Ruth gefreit. Wir kommen ungebeten; Wir schmausen nicht, wir tanzen nicht Und nicht mit lachendem Gesicht Komm ich vor ihn zu treten. Strähl dich, mein Schwesterchen, strähl dich Wir wollen ihm singen ein Rätsel-Lied, Wir wollen ihm klingen ein böses Lied; Die Ohren sollen ihm gellen. Ich will ihr schenken einen Kranz Von Nesseln und von Dornen ganz. Damit fährt sie zur Hölle! Lustig, mein Schwesterchen, lustig! Das war ein alter Ammensang. Den falschen Rob vergaß ich lang. Er soll mich sehen lachen! Hab ich doch einen andern Schatz, Der mit mir tanzet auf dem Platz - Sie werden Augen machen! Verfügbare Informationen: Erschienen im Buch "Sämtliche Werke Band I" ISBN: 3-538-05651-x Herausgeber: Winkler Verlag Mehr Mörike Gedichte? Bitte klicken Sie Eduard Mörike. Gedichte aller Autoren finden Sie in unserem Index. |
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