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Detlev von Liliencron - BiographieJugendjahre (1844?1875) Er wird 1844 als Sohn von Louis Freiherr von Liliencron und Adeline (geb. von Harten) geboren. Sein Vater war dänischer Zollbeamter und entstammte einer verarmten Adelsfamilie. Nachdem er das Gymnasium abgebrochen hatte, absolvierte er die Realschule in Erfurt und trat danach in die Berliner Kadettenschule ein. Seine Karriere begann als Kavallerieoffizier in der preußischen Armee (Deutsch-Österreichischer Krieg 1866 und Deutsch-Französischer Krieg 1870/71), wo er mehrfach ausgezeichnet wurde, seine jugendliche Kriegsbegeisterung freilich einbüßte. Wegen Glücksspiels und den daraus resultierenden Schulden (von denen er auch später nie loskam) war er 1875 gezwungen, den Militärdienst zu quittieren. Verwaltungsdienst (1875?1885) Die Emigration nach Amerika, wo er ab 1875 seinen Lebensunterhalt als Klavierlehrer und Sprachlehrer bestritt, dauerte nicht lange. Bereits 1877 kehrte er wieder zurück nach Deutschland. 1878 fand er Arbeit in der preussischen Verwaltung. Er heiratete Helene von Bodenhausen. Die Ehe stand jedoch unter keinem guten Stern und scheiterte schon ein Jahr nach der Heirat. 1882 wurde er zum Hardesvogt ? eine Art Stellvertreter des Landrats vor Ort ? auf der Insel Pellworm ernannt. Hier entstand sein berühmtestes Gedicht ?Trutz blanke Hans?, in dem er den Untergang der reichen und übermütigen Stadt Rungholt in der Nordsee beschreibt. Ebenfalls in diesem Jahre wurde er als ehemaliger Offizier zum Hauptmann der Landwehr der Reserve. Im Oktober 1883, wurde er zum Kirchspielvogt in Kellinghausen (Holstein) ernannt. Liliencron war chronisch verschuldet, weswegen er auch den öffentlichen Dienst nicht länger ausüben konnte und aus dem Staatsdienst ausscheiden musste. In dieses Jahr fällt die offizielle Scheidung von Helene von Bodenhausen. Freier Schriftsteller (1885?1901) Von nun an versuchte er sein Leben als freier Schriftsteller zu finanzieren. Er lernt die Gastwirtstochter Augusta Brand kennen, die er 1887 ehelicht. In dieses Jahr fällt die Veröffentlichung des Werkes ?Arbeit adelt?. Im Jahr darauf knüpft er erste Kontakt mit den Dichtern des Friedrichshagener Dichterkreis. Mithilfe der Finanzierung durch die Schillerstiftung verbringt er 1890/91 einige Zeit in München, wo einige seiner Gedichte in der Zeitschrift ?Die Gesellschaft? veröffentlicht werden. Dort pflegt er unter anderem Umgang mit Otto Julius Bierbaum. 1891 zieht Liliencron nach Altona-Ottensen, nach der Scheidung von Augusta Brand 1892 an die Palmaille in einem anderen Viertel der damals selbständigen Stadt Altona. Dort verfasst er neben verschiedenen Werken sein Hauptwerk ?Poggfred? und lernt Richard Dehmel kennen, mit dem ein reger Kontakt entsteht. Seine Schulden verfolgen ihn weiter und er versucht 1898 mit Vortragsreisen etwas Geld zu verdienen. Schließlich heiratet Liliencron 1899 die Bauerntochter Anna Michel, seine dritte und letzte Eheschließung. Aus akuter Geldnot schließt er sich ein Jahr später dem literarischen Kabarett ?Überbrettl? an. Die letzten Jahre (1901?1909) 1901 kommt Ruhe in das bewegte Leben Liliencrons. Mit Hilfe seiner Freunde gelingt es ihm, eine Wohnung in Alt-Rahlstedt zu finden und er erhält ein jährliches Ehrengehalt in Höhe von 2.000 Mark von Kaiser Wilhelm II.. An seinem 60. Geburtstag 1904 wird er mit einer deutschen und österreichischen Festschrift geehrt, an der die bekanntesten Schriftsteller der Zeit beteiligen. 1908 verfasst er eine Autobiographie mit dem Titel ?Leben und Lügen?. In seinem letzten Lebensjahr 1909 feiert er seinen 65. Geburtstag, zu welchem er unter anderem die Ehrendoktorwürde der Universität Kiel erhält. Seine letzte Reise führt ihn zu den Schlachtfeldern des Deutsch-Französischen Krieges. Am 2. Juli verstirbt Detlev von Liliencron an den Folgen einer Lungenentzündung. Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Detlev von Liliencron aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar. |
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