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Clemens Brentano Liebesnacht im Haine (Clemens Brentano)Um uns her der Waldnacht heilig Rauschen Und der Büsche abendlich Gebet, Seh ich dich so lieblich bange lauschen Wenn der West durch dürre Blätter weht. Und ich bitte: Jinni holde, milde Sieh ich dürste, sehne mich nach dir Sinnend blickst du durch der Nacht Gefilde Wende deinen süßen Blick nach mir. Ach dann wendet Jinni voll Vertrauen Ihres Lebens liebesüßen Blick Mir ins wonnetrunkne Aug' zu schauen Aus des Tages stillem Grab zurück. Und es ist so traulich dann, so stille Wenn ihr zarter Arm mich fest umschlingt Und ein einz'ger liebevoller Wille Unsrer Seelen Zwillingspaar durchdringt. Nur von unsrer Herzen lautem Pochen Von der heil'gen Küsse leisem Tausch Von der Seufzer Lispel unterbrochen Ist der Geisterfeier Wechselrausch. Auf des Äthers liebestillen Wogen Kömmt Diane dann so sanft und mild Auf dem lichten Wagen hergezogen Bis ihn eine Wolke schlau verhüllt, Und sie trinket dann an Latmus' Gipfel Ihrer Liebe süßen Minnelohn Ihre Küsse flüstern durch die Wipfel, Küssend, nennst du mich Endymion. Liest auch wohl mit züchtigem Verzagen Meiner Blicke heimlich stille Glut Und es sterben alle deine Klagen Weil die Liebe dir am Herzen ruht. Fest umschling ich dich von dir umschlungen Stirbt in unsrem Arm die rege Zeit Und es wechseln schon des Lichtes Dämmerungen Starb schon Gestern wird schon wieder heut. Fest an dich gebannt in dich verloren Zähle ich an deines Herzens Schlag Liebestammelnd jeden Schritt der Horen Scheidend küsset uns der junge Tag. Verfügbare Informationen: Erschienen im Buch "Komm. Ziehn dich aus." ISBN: 3-251-00169-8 Herausgeber: Haffmans Verlag Mehr Brentano Gedichte? Bitte klicken Sie Clemens Brentano. Gedichte aller Autoren finden Sie in unserem Index. |
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