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Clemens Brentano La Vierge aux Rochers (Clemens Brentano)von Leonardo da Vinci Dicht von Felsen eingeschlossen, Wo die Jordansquellen gehn, Wo die stillen Blumen sprossen, Ist Johannes hier zu sehn. Sinnend, in die Ferne zeigend Sitzt er an der Quelle Rand Und sein Engel lenket schweigend Nach demselben Ziel die Hand. Und wir sehen bei ihm knien, Die er nur prophetisch schaut, Jesum Christum und Marien, Kirche, Bräutigam und Braut. Jesus beugt sich schon entgegen Händefaltend jener Flut, Die auf unbereiten Wegen Jetzt noch Sklavendienste tut. Prüfend ihre Hand ausstrecket Schon des heiligen Geistes Braut, Ob, der sie zuerst erwecket, Ob der Segen niedertaut. Und der Felsen und die Blume Und die Quelle ahnden still, Daß zu seinem Heiligtume Gott sie all gebrauchen will. Sieh, ein jedes tut das seine, Und so laß uns Buße tun, Bis zum Bau vereint wir Steine All am siebten Tage ruhn. Verfügbare Informationen: Erschienen im Buch "Gedichte" ISBN: 3-15-008669-8 Herausgeber: Philipp Reclam jun. Mehr Brentano Gedichte? Bitte klicken Sie Clemens Brentano. Gedichte aller Autoren finden Sie in unserem Index. |
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