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Clemens Brentano Faselei (Clemens Brentano)Aus den heidnischen Studentenjahren in Jena Vieles gaben die Götter mir, Und ich bete die sieben Bitten ohne Entbehren, Aber eines blieb mir versagt, Eines nur zähmt mir Mächtig den Übermut, Bannt mich zur Erde Nieder, den armen Sterblichen Sohn. Wenn ich die hellen, Emsigen Tage, Suchend durchirrte Wenn ich die dunklen Einsamen Nächte Sinnend durchwachte, Bleibe ich suchend, Bleibe ich sinnend, Nimmer ach finde ich Nimmer ersinne ich Wie ich erlangen mag Die achte Bitte. Bilden wohl kann ich manches, Lieder dichten und singen, Gerne auch leiht mir Und meinem Werke Die empfänglichen Sinne Mein Liebchen. Aber Ruhe, Ruhe Wo wohnt sie Ach Ruhe, die nimmer Sich mir gesellet, Ewiges Wühlen Niederdringen mit Schwerkraft Zur tiefen göttlichen Mitte, Die alles festhält An des Herzens Pochender Werkstatt, Ewiges Ringen, Aufstreben mit Lichtes Leichte Zur hohen göttlichen Oberfläche, Die alles anschaut Mit des Auges Widerstrahlendem Spiegel. Nach euch beiden unzertrennliche Tiefe und Höhe Nach dir Natur Ringt zur Vollendung Das arme Erdenkind. Herr so zürne nicht, Daß ich Dir gleichen will Daß ich mir bilden will Wie du ein Wohnhaus Der verewigenden, ewigen Wunderbaren Kunst, Und an dem achten Tage dann ruhen. Verfügbare Informationen: Erschienen im Buch "Gedichte" ISBN: 3-15-008669-8 Herausgeber: Philipp Reclam jun. Mehr Brentano Gedichte? Bitte klicken Sie Clemens Brentano. Gedichte aller Autoren finden Sie in unserem Index. |
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