Christian Hofmann von Hofmannswaldau - Startseite
Christian Hofmann von Hofmannswaldau (* 25. Dezember 1616 in Breslau; ? 18. April 1679 ebenda) war ein schlesischer Lyriker und Epigrammatiker, Politiker und Diplomat. Als Dichter ist er der führende Vertreter der Zweiten Schlesischen (Dichter)schule.
Er entstammte einer Breslauer Patrizierfamilie; sein Vater war Kammersekretär in Schlesien (zwischen 1526 und 1540 bei Österreich), ab 1622 Kaiserlicher Rat. Nach dem Besuch des Breslauer Elisabeth-Gymnasiums wechselte H. 1636 auf das Akademische Gymnasium in Danzig. Dort nahm er Kontakt mit Martin Opitz auf, der seine dichterische Arbeit nachhaltig beeinflusste.
Ab 1638 studierte er Rechtswissenschaften in Leiden und Amsterdam und lernte dort Andreas Gryphius kennen. Nach längeren Reisen als Begleiter eines Fürsten (Frankreich, England und Italien) kehrte er 1641 nach Breslau zurück und wurde dort 1647 (kurz vor Ende des 30-jährigen Krieges) Ratsschöffe. 1657 war er bei Legationen an den Wiener Hof sehr erfolgreich und wurde vom Kaiser zum Kaiserlichen Rat ernannt (wie sein Vater). 1660 und 1669/70 war er wieder in Wien tätig und wurde 1677 Breslauer Bürgermeister bzw. Präses des Stadtrates.
Hofmannswaldau schrieb Sinnsprüche und eine große Zahl religiöser und weltlicher Lieder, die durch Erotik und (heute übertrieben wirkenden) starken Ausdruck gekennzeichnet sind. Sein bevorzugtes Versmaß sind die Jamben (''wo sind die Stunden der süßen Zeit ...''). Einige spätbarocke Oden - die Heroiden - lehnen sich an den Stil Ovids an. Besinnliche Themen und Heldengestalten spielen eine große Rolle, doch auch ein "reisender Cupido" oder die Venus zwischen Triumphwagen und hübschem Mädchengesicht.
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Christian Hofmann von Hofmannswaldau aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
|