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(nicht angegeben) Novalis Der Himmel war umzogen... ((nicht angegeben) Novalis)Der Himmel war umzogen, Es war so trüb und schwül, Heiß kam der Wind geflogen Und trieb sein seltsam Spiel. Ich schlich in tiefem Sinnen, Von stillem Gram verzehrt Was sollt ich nun beginnen? Mein Wunsch blieb unerhört. Wenn Menschen könnten leben Wie kleine Vögelein, So wollt ich zu ihr schweben Und fröhlich mit ihr sein. Wär hier nichts mehr zu finden, Wär Feld und Staude leer, So flögen, gleich den Winden Wir übers dunkle Meer. Wir blieben bei dem Lenze Und von dem Winter weit Wir hätten Frücht und Kränze Und immer gute Zeit. Die Myrte sproßt im Tritte Der Wohlfahrt leicht hervor Doch um des Elends Hütte Schießt Unkraut nur empor. Mir war so bang zumute Da sprang ein Kind heran, Schwang fröhlich eine Rute Und sah mich freundlich an. Warum mußt du dich grämen? O! weine doch nicht so, Kannst meine Gerte nehmen, Dann wirst du wieder froh. Ich nahm sie und es hüpfte Mit Freuden wieder fort Und stille Rührung knüpfte Sich an des Kindes Wort. Wie ich so bei mir dachte, Was soll die Rute dir? Schwankt aus den Büschen sachte Ein grüner Glanz zu mir. Die Königin der Schlangen Schlich durch die Dämmerung. Sie schien gleich goldnen Spangen, In wunderbarem Prunk. Ich nahte mich ihr leise Und traf sie mit dem Zweig, So wunderbarerweise Ward ich unsäglich reich. Verfügbare Informationen: Erschienen im Buch "Gedichte / Die Lehrlinge zu Sais" ISBN: 3-15-007991-8 Herausgeber: Philipp Reclam jun. Mehr Novalis Gedichte? Bitte klicken Sie (nicht angegeben) Novalis. Gedichte aller Autoren finden Sie in unserem Index. |
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