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(nicht angegeben) Novalis Das Gedicht ((nicht angegeben) Novalis)Das Gedicht Himmlisches Leben im blauen Gewande Stiller Wunsch in blassem Schein Flüchtig gräbt in bunten Sande Sie den Zug des Namens ein Unter hohen festen Bogen Nur von Lampenlicht erhellt Liegt, seitdem der Geist entflogen Nun das Heiligste der Welt. Leise kündet beßre Tage Ein verlornes Blatt uns an Und wir sehn der alten Sage Mächtige Augen aufgetan. Naht euch stumm dem ernsten Tore, Harrt auf seinen Flügelschlag Und vernehmt herab vom Chore Wo weissagend der Marmor lag. Flüchtiges Leben und lichte Gestalten Füllten die weite, leere Nacht Nur von Scherzen aufgehalten Wurden unendliche Zeiten verbracht Liebe brachte gefüllte Becher Also perlt in Blumen der Geist Ewig trinken die kindlichen Zecher Bis der geheiligte Teppich zerreißt. Schleier, wie Wolken zogen Von der blendenden Stirn zu den Füßen Wir fielen nieder sie zu grüßen Wir weinten bald sie war entflogen. Verfügbare Informationen: Erschienen im Buch "Gedichte / Die Lehrlinge zu Sais" ISBN: 3-15-007991-8 Herausgeber: Philipp Reclam jun. Mehr Novalis Gedichte? Bitte klicken Sie (nicht angegeben) Novalis. Gedichte aller Autoren finden Sie in unserem Index. |
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