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(nicht angegeben) Novalis Antwort an Carolinen ((nicht angegeben) Novalis)Den Trost, den ich für mich, oft hoffnungslos, entbehre, Wenn meine Seele matt im Grübeln sich verliert, Und sie aus dieser engen Sphäre Ein guter Engel nicht entführt; O! diesen Trost in andern zu beseelen Ward nicht umsonst mir zum Ersatz verliehn Für andre glaub ich viel, für andre kann ich wählen, Und neue Saiten auf in fremden Busen ziehn. Verzweifle nicht an dem, wozu in Deinem Herzen Längst jeder Ton zum andern widerklang Du bist bestimmt zu Freuden und zu Schmerzen, Die der nicht fühlt, dem zum Empfang Kein beßrer Genius das Lied der Weihe sang. Ausharrende Geduld ward diese Dir beschieden So sage zum voraus dem Schicksal warmen Dank: Der lange Kampf beschließt und golden naht der Frieden. Des Schicksals Lieblinge erzieht es lang und rauh. Oft bricht das schwache Herz noch glücklich, wenn die Stunde, Die seine letzte heißt mit süßem Trost im Munde Den Angstschweiß wandelt um in süßen Lebenstau Doch wer sie übersteht der Prüfungen Gefahren, Wem nie die Zuversicht im bängsten Sturm entfiel Erreicht den sauren Preis von still durchhofften Jahren Und sinkt umarmend hin ans Ziel. Einst, laß mir diesen Blick wenn nicht Entsagung mehr Und bange Hoffnungen in unserm Herzen wohnen; Wenn Lieb und Schicksal uns für manches Opfer lohnen Und hinter uns nun rauscht der Jugend wildes Meer. Einst, wenn zum vollen Tisch, am Mittag ihres Lebens, Vereint ein Doppelpaar von Glücklichen sich setzt Dann denken wir zurück den Vormittag an Jetzt »Wer hätte das geträumt? Nie seufzt das Herz vergebens!« Verfügbare Informationen: Erschienen im Buch "Gedichte / Die Lehrlinge zu Sais" ISBN: 3-15-007991-8 Herausgeber: Philipp Reclam jun. Mehr Novalis Gedichte? Bitte klicken Sie (nicht angegeben) Novalis. Gedichte aller Autoren finden Sie in unserem Index. |
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